Über den Fürther Flachpass

Die Kunst der Kleeblättler ist ja viel zu bekannt, um viele Worte zu verlieren – es bleibt das Fürther System immer ein Hymnus an die Schönheit – aus jeder Bewegung und aus jedem Gedankeneinfall klingt das Erfülltsein von der Herrlichkeit des Fußballspiels. – Es ist der Verdienst Townleys! Nie hat eine andere deutsche Fußballmannschaft den klassischen Fußball in derselben Grazie beherrscht als die Fürther Spielvereinigung […]

– Der “Kicker”, Sommer 1927

Als Fan eines “kleinen” Vereins hat man es oft schwer wenn man etwas über seinen Verein lesen möchte: Man findet einfach selten etwas. In den großen Medien kann man natürlich regelmäßig Spielberichte lesen und wenn es mal besonders gut (oder schlecht) läuft gibt es ein kleines Extra. Die Lokalmedien berichten natürlich intensiver, aber trotzdem fehlt etwas: Der Austausch mit anderen Fans, die Reflektion auf das, worauf man sich die ganze Woche freut und womit man am Wochenende einen Gutteil seiner Zeit verbringt.
Aus der Motivation heraus ist dieser Blog entstanden. Ich möchte gern etwas über “meinen” Verein, die SpVgg Fürth, schreiben. Es wird regelmäßig Spielberichte geben, mal taktisch, mal als Fan. Berichte von Auswärtsfahrten. Über den Verein und unsere Spieler. Aus der großen weiten Fussballwelt. Und was sonst noch so um den Ronhof herum passiert.

Der Name dieses Blogs ist angelehnt an jenen sensationellen Spielstiel, mit dem die Spielvereinigung einst Fussballfans in ganz Deutschland und Europa bezauberte und dreimal Deutscher Meister werden konnte. Eingeimpft wurde den Fürthern diese Art Fussball zu spielen von William Townley, der den Flachpass aus England und Schottland mit nach Deutschland brachte. Sein Motto: “Stoppen, Schauen, Spielen” – dann schnell nach vorne.

Das war vor hundert Jahren. Aber mal ganz ehrlich: etwas anderes wünschen wir uns heute doch auch nicht, oder?