Kategorie-Archiv: Saison 13/14

Relegation Down Under

Bei meiner Familie, genauer gesagt bei meiner Schwester, ist zur Zeit James aus Byron Bay an Ostküste Australiens, zu Gast. Sport- und fussballbegeistert hätte er gern ein Bundesligaspiel im Stadion gesehen, aber er ist nun leider genau in der Zeit da, in der die Bundesliga Sommerpause hat. Dachten wir. Denn dann kam die Relegation. Wir haben Ihn zum Rückspiel in den Ronhof mitgenommen, hier sind seine Eindrücke:

A crowd slowly gathered on the streets as it filled with Fuerth fans wearing green and white. There was tension in the air as was such and important game for the home team. Young or old there was no boundaries to age or passion for the team as the flags started waving and the march began. Hands raised in the air the chanting started as the large crowd made there way through the streets. The sound of empty bottle rolling between feet and the large crack of fireworks bellowing green smoke that fills the air. Never before have I felt so passionate about a team I barley new but with my Fuerth jersey I was at home within the restless crowd.
The police presence was there but the were not intimidating but rather friendly for such a large crowd of fans drinking in the streets. Windows of the buildings were filled with flags or people cheering for our team with more smiles than I have seen in days. As the parade moved into the stadium I mingled with fans eagerly awaiting the start of the game. I was in a section in the corner with fureth fans that had a great view back to the home fans behind the goal on far side and with the Hamburg fans on the other side of a large barrier to my right.

The game was intense as Fureth got off to a slow start as the Hamburg were not giving away the ball so easily making fureth earn every challenge. After the mounting pressure Hamburg was the first to score. The home crowd grew more vocal to lift the team and make it known that they are behind there team until the very end and we needed to lift. The game swong back and forth as both teams missed good chances. Hamburg rattled the post and Fuerth came alive. The game swong in Fuerths favor with the team making the most of there opportunities and slotted the ball into the net to even the score. I ripped of my jersey and swong it in air and screamed for another. Needing another goal to make it into the bundesliga for next year. We tried valiantly for last few minutes but ran out of time as minutes went by faster than ever. With our team playing with alll there hearts there was no bad feelings within our crowd. Made easier with an announcement of 1000 litres of free beer as the crowd made its way to the bar. I meet outside with fans and discussed the game as we polished off our free beer. This has been my first game but will not be my last. The whole day was filled with excitement and passion for KLEEBLATT leaving a lasting impression.

James lysaght

29. Spieltag | FC Ingolstadt – SpVgg Fürth 0:0

Es sind die Spiele wie heute gegen Ingolstadt, die man um die Ohren genauen bekommt, wenn man sein Saisonziel nicht erreicht. Das Ziel der Spielvereinigung lautet nach der Englischen Woche ganz klar ‘Aufstieg’. Es war gut und richtig, diese Parole endlich auszugeben. An den Besucherzahlen heute konnte man deutlich sehen, dass die Fans den Weg nur zu gerne mitgehen möchten. Aber: Wenn man ein Ziel formuliert, muss man diesem auch selber gerecht werden. Das hat heute leider nicht geklappt. Ein Unentschieden in Ingolstadt ist zu wenig, und auch das Spiel selber gibt eine bessere Bewertung nicht her.

Es lässt sich wenig beschönigen heute. Wer aufsteigen will, darf die erste Hälfte nicht komplett verschlafen und sich so in die Defensive drängen lassen. Wer aufsteigen will, muss Möglichkeiten finden das gegnerische Pressing zu umgehen und darf am eigenen Strafraum keine Fehlpässe spielen. Wer aufsteigen will muss gegen den FC Ingolstadt mehr Zweikämpfe gewinnen und muss mal einen zweiten Ball zu einem Mitspieler bekommen.

Ja, die Zweite Halbzeit war besser. Viel besser. Aber leider nicht gut genug. Wenn man in die Bundesliga will, muss der Ball mal ein paar Stationen laufen können, ohne das der Gegner sofort wieder einen Fuß dazwischen bekommt. Wenn man in die Bundesliga will, muss man sich mehr Chancen herausspielen und vor dem Tor konsequenter agieren. Und vor allem: Wenn man in die Bundesliga will, muss in so einem Spiel der vermutlich entscheidende Elfmeter sitzen. Wenigstens im Nachschuss!

fcingolstadt

So und nun genug geärgert! Ach Jungs. Heute wäre die Chance gewesen sich etwas abzusetzen. Ich hätte es euch und uns so gegönnt! Aber sind wir ehrlich: Es ist nichts passiert, es ist nichts verloren. Neun Spiele in Folge unbesiegt, dass ist doch auch etwas. Das erste Spiel seit dem 15. Spieltag ohne Tor, dazu nun ingesamt 50 Punkte. Gebetsmühle: Das haben wir vor der Saison nicht erwarten können. Am besten schauen wir einfach gemeinsam auf das nächste Spiel. Erzgebirge Aue, daheim im Ronhof. In der Hinrunde haben wir gegen Aue in einem mitreißenden Spiel unsere kleine Negativserie beendet. Wir starten nun einfach eine positive Serie. Und am Ende davon steigen wir in die Bundesliga auf.

Noch ein paar Worte zum Stadion in Ingolstadt. Der “Audi-Sportpark” ist brandneu, fasst gut 15500 Zuschauer, und hat so auch alles, was man von einem modernen Zweitligastadion erwartet. Dazu: Das Bier Alkoholfrei, das Essen nichts Besonderes. Die verzerrte Stimme des Stadionsprechers und die Musikuntermalung erinnert an die Fahrgeschäfte auf der Kärwa. Ansonsten: Ein Stadion auf der grünen Wiese halt. Mit vielen Parkplätzen in der Nähe und einer Wendeschleife für Busse. Im Ronhof schmerzlich vermisst. Trotzdem möchte ich für nichts auf der Welt tauschen.

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmann – Fürstner, Šukalo – Pledl (87. Trinks), Stieberyellow (62. Baba), Djurdjic – Azemi (87. Drexleryellow)
Tore: Keine.

28. Spieltag | FC St. Pauli – SpVgg Fürth 2:2

Unentschieden gegen den FC St. Pauli. Kein Traumergebnis, aber mit dem Punkt und noch mehr mit dem Spiel an sich können wir eigentlich gut leben. Wäre da nicht der SC Paderborn..

Ich habe mich während des Spiels furchtbar geärgert. Zum Einen darüber, dass wir erst so spät ein Tor geschossen haben. Gut, das ist ja an sich normal, ich erwähne das aber, damit man versteht, dass sich bei mir schon eine gewissen Grundärgernis aufgebaut hatte. Das Zweite war der Schiedsrichter. Nicht das er für die eine oder die andere Mannschaft gewesen wäre. Nein, er war gegeben beiden. Sage und schreibe 10 (In Worten: zehn!) Gelbe Karten wurden am Freitagabend in Hamburg verteilt. Das ist zu viel. Aus meiner Sicht ist Schiedsrichter Daniel Siebert und seinen Assistenten das Spiel einfach entglitten. Dabei war es weder übermäßig hart oder unfair, nein es war ganz einfach ein intensives Spiel zwischen zwei Aufstiegskonkurrenten.

Leider war eine gelbe Karte auf jeden Fall berechtigt. Es ist die gegen Nico Gießelmann, die er wegen “unsportlichem Verhalten, mit der Absicht den Schiedsrichter zu täuschen” erhalten hat. Kurz, er hat eine Schwalbe gemacht. Im Strafraum, sogar mit Ball am Fuß. An der Szene gibt es keine andere auch Interpretationsmöglichkeit. Leider. Als ich das ganze gesehen habe war ich ehrlich gesagt enttäuscht und schockiert. Sowas gehört sich einfach nicht und ich möchte nicht, dass mein Verein mit solchen Szenen in Verbindung gebracht wird. Ich hoffe die sportliche Leitung wäscht Gießelmann ordentlich den Kopf.

Mehr gibt es nicht zu schreiben, denn ich habe mich vor und nach dem Spiel mit Maik im Millernton-Podcast über unsere beiden Vereine und das Spiel unterhalten. Hört mal rein, es lohnt sich!

Vor dem Spiel: Der Morgen danach… alle Aufstiegsträume verpufft. Alle Aufstiegsträume? Nein, Berufsoptimist Maik verfährt nach dem Motto “Im nächsten Spiel gibt es auch wieder drei Punkte!” und spricht mit Jakob vom Fürther-Flachpass über das Heimspiel am Freitag gegen die Sportvereinigung.

Nach dem Spiel: 2:2, Standard gegen Greuther Fürth, zumindest am Millerntor. Maik sprach mit Jakob vom Fürther-Flachpass Blog über das Unentschieden am Freitag Abend, über Schwalben und über den Saisonendspurt.

SpVgg Greuther Fürth: Heslyellow – Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmannyellow – Weilandtyellow (88. Füllkrug), Fürstner, Šukaloyellow (57. Sparvyellow), Pledl – Azemi, Djurdjicyellow (79. Füllkrug)
Tore: 1:1 Benedikt Röcker (75.), 1:2 Ilir Azemi (78.)

27. Spieltag | SpVgg Fürth – Fortuna Düsseldorf 4:1

Es sind diese seltenen Momente, die das Fanleben wunderbar machen. Man steht mit einem verzückten Grinsen auf der Tribüne und freut sich, dass es einer dieser Tage ist an dem alles funktioniert. Zugegeben, oft erlebt man es als Fürther nicht, Aber das Spiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf war ein einziges Fest. Es waren über 10.000 Zuschauer im Ronhof, die die Mannschaft mit voller Kraft unterstützen. Ein phantastischer Ilir Azemi macht zwei wunderbare Tore. Daniel Brosinski hält aus der Distanz einfach mal drauf und wird belohnt. Zoltan Stieber ist gedankenschnell. Pässe kommen wie am Schnürchen gezogen zum Mitspieler. Unsere weiß-grünen Helden laufen und kämpfen, und wenn mal etwas nicht klappt holen sie sich jeden Ball zurück. Mehr gibt es nicht zu sagen. Lassen wir die Bilder sprechen. Jungs, es war toll. Ich bin glücklich.

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmann – Fürstner, Sukalo (84. Sparv) – Pledl, Stieberyellow, Djurdjic (62. Weilandt) – Azemi (81. Korcsmar)
Tore: 1:0 Azemi (39.), 2:0 Azemi (55.), 3:0 Brosinski (64.), 4:1 Stieber (78.)

26. Spieltag | Dynamo Dresden – SpVgg Fürth 1:1

Wie ärgerlich! Es war so zu hoffen, dass wir das positive Momentum der letzten Spiele weitertragen können. Aber nichts da: Nur einen magern Punkt kann die Spielvereinigung aus Dresden mitnehmen – Immerhin der Vorletzte der Tabelle. Auch spielerisch bleiben die Fürther leider wieder weit hinter den Erwartungen zurück.

Die Spielvereinigung beginnt stark, aber nach zehn ordentlichen Minuten beginnt das Spiel seinen verhängnisvollen Verlauf zu nehmen. Dynamo beginnt, die Fürther früh im Spielaufbau zu stören. Statt nun selbstbewusst mit Kombinationsfussball zu reagieren werden unsere weiß-grünen Spieler immer unsicherer. Niemand traut sich mehr etwas. Die Folge sind hohe Bälle ins Mittelfeld, die das gegnerische Pressing überwinden sollen. Das funktioniert gegen Dresden aber überhaupt nicht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Djurdjic und Mudrinski tun sich im Kopfballduell mit den gegnerischen Innenverteidigern und defensiven Mittelfeldspielern schwer. Zweite Bälle können kauf fest gemacht werden. Der Ausfall von Mavraj und Fürstner wiegt nun doch schwer, denn es fehlt völlig an Kreativität und Ideen im Spielaufbau.

Das größte Problem ist aber das von Frank Kramer gewählte 4-4-2 System. Bei vielen Gegnern eine in der Vergangenheit äußert effektive Taktik, doch gegen Dresden leider genau die falsche Aufstellung. Es gelingt nicht einfach, im Mittelfeld eine Überzahlsituation zu kreieren, die beiden Stürmer hingen völlig in der Luft. Vielleicht ist dieses Spiel das erste, in dem man unserem Trainer einen wirklichen Fehler unterstellen kann. Kramer versucht zu korrigieren, aber die erste Halbzeit über gelingt gar nichts. Sparv erwischt einen rabenschwarzen Tag, auch die Außenbahnen schwächeln. Man kann nur froh sein, dass Dresden zwar mehr und mehr das Spiel an sich reißt, offensiv aber oft recht unbedarft zu Werke geht.

Andere Mannschaften wären in dieser ersten Halbzeit längst in Führung gegangen. Dynamo versäumt dies, wobei man den Dresdnern beileibe nicht den Willen absprechen kann. Aber es mangelt an Ideen und manchmal auch am Können. Man muss dabei auch sagen: Die Defensive der Fürther steht, hier fällt das Fehlen von Mavraj nicht so auf. Und da nach Vorne eh sehr wenig geht, kommt Dresden kaum an die Gelegenheit die Hintermannschaft der SpVgg unorganisiert zu erwischen.

Nun die zweite Hälfte. Man glaubt ja oft, nach ein-zwei Minuten erkennen zu können, ob die Mannschaft anders aus der Kabine kommt, oder ob es so weitergeht wie vor der Pause. Diesmal dauert es aber etwas, aber so langsam nimmt das Fürther Spiel wieder Gestalt an. Nach gut zwanzig Minuten kommt Azemi ins Spiel, jetzt wird auch das eine oder andere Kopfballduell gewonnen. Die Spielvereinigung erhöht das Tempo, doch ach, zu richtigen Torchancen kommen wir nicht. Vielleicht ein Standard? Da war in der Vergangenheit doch einiges! Tatsächlich, in der 70. Minute wird Nico Djurdjic knapp an der Strafraumgrenze gefoult und tritt zum folgenden Elfmeter selber an – erfolgreich.

Die Freude währt nur kurz, denn auch auf der anderen Seite gibt es Strafstoß, der ebenfalls verwandelt wird. Aus meiner Sicht eine Schwalbe, aber leider ebenso ungeschickt von Brosinski, erst im Strafraum versuchen zu stören. Den Schlusspunkt in dieser unglückseligen Partie setzt ein Tor von Florian Trinks und Tom Weilandt, das wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Gut, verdient wäre es sicher nicht gewesen, trotzdem ärgert es.

Was ist aus der Partie mitzunehmen? Es bleibt spielerisch wohl wie prophezeit ein ständiges Auf und Ab, bis zum bitteren oder süßen Ende. Eventuell reicht es zum Aufstieg ja. Sehen wir es positiv: In der Hinrunde hätten wir dieses Spiel sicher verloren.

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinskiyellow, Korcsmar, Röcker, Gießelmann – Sukaloyellow, Sparv – Pledl, Stieber (86. Weilandt) – Djurdjic (80. Trinks), Mudrinski (64. Azemi)
Tore: 0:1 Djurdjic (71./Foulelfmeter)
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