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Interaktive Vorschau auf den 17. Spieltag: SV Sandhausen – SpVgg Fürth

Auf zum Endspurt! Noch drei Spiele sind bis zur Winterpause zu bewältigen, die SpVgg steht auf dem zweiten Platz und am Sonntag spielen wir im letzten Spiel der Hinrunde gegen den SV Sandhausen.

Tja Sandhausen. Tatsächlich unser erstes Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga. Was ist das für ein Verein, was ist das für eine Stadt? Was macht die Mannschaft aus? Als ich mir am Montag unseren nächsten Gegner angeschaut habe wollte ich dringend mehr über diesen Verein erfahren. Wen könnte man da besser fragen als einen Fan aus Sandhausen? Zum Glück findet man auf Twitter immer nette Fans von anderen Vereinen, und im Falle des SVS war Stefan vom Sandhäuser Fanclub “Carpe Diem Sandhausen” (auf Twitter @CDSandhausen) so freundlich, mir ein paar Fragen zu seinem Verein zu beantworten.

DIe Homepage des CD Sandhausen ist unter www.carpediemsandhausen.de zu erreichen, neben Informationen zu dem Fanclub findet man dort auch Spielberichte und Bilder. Außerdem hat der Fanclub noch eine interessante Facebook-Page.

Doch nun zum Interview:


Frage: Hallo Stefan! Vielen Dank dass du dir Zeit nimmst mir vor dem ersten Aufeinandertreffen unser beiden Vereine in der Zweiten Bundesliga ein paar Fragen zu beantworten! Stell dich und deinen Fanclub doch mal kurz vor und erzähl uns: Wie wird man Fan vom SV Sandhausen?

Antwort: Hallo Jakob, mach‘ ich doch gerne.
Ich wurde Fan des SV Sandhausen, weil ich schon als kleiner Junge in den 80er Jahren regelmäßig Sonntag nachmittags bei den Heimspielen des SV Sandhausen war. Damals spielten wir noch in der Oberliga Baden-Württemberg und meine Idole waren z.B. Erwin Rupp, Gerd Dais, Stefan Emmerling oder Rainer Wild, der zu dieser Zeit noch mit uns auf dem Gymnasium in Sandhausen war. Schon damals war am Hardtwald immer was los. Es gab noch kein Sky oder jeden Tag Fußball im TV, da ist man sonntags auf den Sportplatz gegangen. Das fasziniert natürlich als Kind und so war der Bezug zum SVS schon früh da. Unseren Fanclub „Carpe Diem Sandhausen“ haben wir 2008 gegründet und wir sind aus einem Freundeskreis entstanden. Wir sind ein Familienfanclub, d.h. bei uns gehen auch die Frauen und Kinder mit ins Stadion und wir machen auch Aktivitäten außerhalb des Fußballs.

F: Ich habe gelesen dass Dietmar Hopp 2005 vorgeschlagen hat, Sandhausen mit der TSG 1899 Hoffenheim zu einem Verein zu fusionieren. Ihr habt euch entschieden den Weg in den Profi-Fußball alleine anzutreten (und das habt ihr ja auch erfolgreich durchgezogen, Kompliment!) War das aus deiner Sicht die richtige Entscheidung? Kannst du uns noch ein bisschen etwas über deinen Verein erzählen – wie sind die Strukturen bei euch, wie groß ist eure Fanbasis?

A: Ja das ist richtig. Hopp kam damals mit Hoffenheim in der Regionalliga nicht richtig weiter und wollte dann größer investieren und die gesamte Region mit einbeziehen. Der SV Sandhausen sollte als „Traditionsverein im Amateurfußball“ da eine große Rolle mitspielen. Es gab dann auch Gespräche aber der SVS hat sich gegen die Fusion entschieden. Wenn man sich den Weg von Sandhausen seitdem anschaut, dann war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wir spielen mittlerweile in der 2. Liga und das mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln.

Der SV Sandhausen ist ein kleiner Verein in einer kleinen Gemeinde (14.500 Einwohner). Wir haben über Jahre in den höchsten Amateurklassen gespielt, in den 80er Jahren mehrmals an den Aufstiegsrunden zur 2. Liga teilgenommen und wir waren 2 x Deutscher Amateurmeister. Der größte Erfolg ist aber natürlich der Aufstieg in die 2. Liga im Jahr 2012. Durch die DFB/DFL Vorgaben mussten wir in den letzten Jahres vieles anpassen und wir sind nach wie vor noch dabei die Strukturen im Verein professioneller aufzustellen, was in der 2. Liga natürlich eine Notwendigkeit ist. Die Strukturen müssen noch weiter wachsen, aber langsam, denn wir müssen das Bodenständige beibehalte. Das macht den Verein nämlich aus und wird uns auch weiterhelfen wenn es mal wieder sportlich bergab gehen sollte.

Die Fanbasis des SVS wächst auch, aber ebenfalls langsam. Wir liegen mitten im Einzugsgebiet von Hoffenheim, Waldhof und Karlsruhe. Frankfurt, Stuttgart und Kaiserslautern sind auch nicht weit entfernt. Und dann gibt’s noch Handball und Eishockey in der Region. Da kommen nun nicht auf einmal 10000 Zuschauer nur weil wir 2. Liga spielen. Es gibt viele ältere Fans, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten zum SVS gehen (so wie wir), aber mittlerweile gibt es auch wieder viele junge Leute, die inzwischen für unsere Verhältnisse richtig gute Stimmung machen.

F: Blicken wir doch noch mal kurz ans Ende der letzten Saison zurück. Eigentlich wart Ihr ja schon abgestiegen, dann kam auf einmal die Meldung dass der MSV Duisburg wohl keine Lizenz mehr für die 2. Liga erhalten wird. Bis dann alle Verfahren abgeschlossen und der Lizenzentzug feststand hat es ja einige Zeit gedauert. Ich kann mir vorstellen dass die Wochen der Ungewissheit als Fan ziemlich nervenaufreibend gewesen sein müssen, oder?

A: Ja, das war eine spannende Zeit. Wir hatten uns mit dem Abstieg eigentlich schon abgefunden und der Blick war nach vorne gerichtet auf den Aufbau einer neuen, jungen Mannschaft in der 3. Liga. Dann kam alles anders. Für die finanziellen Probleme der Duisburger, welche zum Lizenzentzug geführt haben, können wir nichts und vor allem die Duisburger Fans können einem da auch leidtun, denn die können da auch nichts für. Wir sind nun Nutznießer des Lizenzentzugs, was bei manchen Fans gar nichts gut ankommt. Die sehen natürlich lieber einen Traditionsverein wie den MSV in der 2. Liga als uns. So hören wir dann von gegnerischen Fans immer wieder „Ohne Duisburg wärt ihr gar nicht hier“. Für uns ist das zweite Jahr in der 2. Liga eine große Chance und wir haben einiges aus unseren Fehlern der Vergangenheit gelernt. Aktuell läuft es ja viel besser als letzte Runde.

F: Kommen wir zum Sportlichen: Ihr steht gerade auf dem 8. Tabellenplatz, von den letzten sechs Spiele habt Ihr dreimal gewonnen und nur einmal verloren. Dazu kommt dass Ihr es im Pokal bis ins Achtelfinale geschafft habt. (Danke übrigens das Ihr unseren Nachbarn rausgeschmissen habt). Wenn ihr so weitermacht ist der Klassenerhalt mehr als nur ein realistisches Ziel. Im Moment dürftet Ihr also richtig zufrieden sein, oder?

A: Ich bin aktuell sehr zufrieden, auch wenn wir am Mittwoch in Frankfurt aus dem Pokal geflogen sind. Es läuft diese Runde vieles besser als letzte Saison aber die 2. Liga ist dieses Jahr so ausgeglichen, da ist man noch lange nicht durch. Der Klassenerhalt ist und bleibt das einzige Saisonziel. Wenn wir nach dem letzten Spieltag auf Platz 15 stehen ist das für uns ein Riesenerfolg. Ich habe das Vertrauen in die Mannschaft und denke wir können und werden das schaffen.

F: Schauen wir doch mal auf euren Kader. Matthias Zimmermann hat ja letzte Saison bei uns gespielt und der Name Timo Achenbach sagt mir auch noch etwas. Danny Blum ist mir durch seine Haarfarbe aufgefallen, Manuel Riemann ist mir seit dieser Pokalrunde auch ein Begriff, aber wenn ich den Rest von eurem Kader so durchgehe stoße ich auf lauter mir unbekannte Namen. Kannst du mir eure Mannschaft ein bisschen vorstellen? Auf wen gilt es für Frank Kramer am Sonntag besonders zu achten? Wer ist Publikumsliebling? Habt Ihr Talente in euren Reihen die sich schon für höhere Aufgaben empfehlen können?

A: Was den SV Sandhausen diese Saison ausmacht ist ein sehr ausgeglichener Kader. Wir haben auf (fast) allen Positionen mehrere Leute die dort spielen können und dies auch auf ähnlichem Niveau. So gibt es jetzt keinen Top-Spieler auf den alles zugeschnitten ist, sondern das Kollektiv zeichnet uns aus und macht uns stark. Wer mir in dieser Saison bisher am besten gefällt ist unser Sechser Dennis Linsmayer. Der fällt oft gar nicht so auf, arbeitet aber verdammt viel im Spiel, fängt im Mittelfeld viele Bälle ab und bringt kluge Pässe nach vorne. Publikumsliebling ist immer noch unser Kapitän Frank Löning, der nach einer Verletzung diese Saison aber noch nicht so oft zum Einsatz kam. Ja und achtgeben müsst ihr am Sonntag dann besonders auf Riemann, Schauerte, Linsmayer, Thiede, Blum, Tüting, Adler, Löning und auf die andern natürlich auch ;-)

F: Ihr habt bis jetzt in dieser Saison am zweit-wenigsten Tore geschossen, dafür aber auch am zweit-wenigsten Gegentreffer bekommen. Das spricht für ein starke Defensive. Was denkst du, wir werdet ihr gegen das Kleeblatt zu Werke gehen? Eher wie bisher defensiv-abwartend oder habt ihr durch das gute Spiel gegen die Frankfurter Eintracht soviel Selbstvertrauen geholt dass Ihr vor heimischen Publikum gleich offensiv an die Sache ran geht?

A: Wir werden auch am Sonntag wieder aus einer kontrollierten Defensive agieren. Die Niederlage in Frankfurt ist zwar schade aber die sollte nicht an unserem Selbstvertrauen kratzen, denn wir haben uns in Frankfurt sehr gut verkauft. Unsere gute Defensive ist bisher der Grundstein für die 23 Punkte und an dieser Grundausrichtung wird unser Trainer auch nicht rütteln. Klar wünscht man sich manchmal mehr Offensivgeist, vor allem bei Heimspielen, allerdings ist Fürth nun ja auch kein Gegner den wir einfach so überrennen werden sondern klarer Favorit in dem Spiel. Macht ihr nur mal das Spiel, wir behalten dafür dann die Punkte.

F: Okay dann schauen wir doch mal wie das am Sonntag läuft. Ich hoffe wir sehen ein spannendes und faires Spiel. Für den Rest der Saison wünsche ich euch schon mal alles Gute, ich würde mich freuen wenn Ihr der 2. Liga erhalten bleibt. Zum Abschluss noch der obligatorische Tipp: Ich hoffe du wirst mir verzeihen wenn ich auf ein 0:2 zu Gunsten der SpVgg tippe, wir wollen ja oben dabeibleiben. Wie schaut dein Tipp aus?

A: In der aktuellen Runde sind wir zu Hause im Sandhäuser Hardtwaldstadion noch ungeschlagen und das soll auch am Sonntag so bleiben. Fürth ist aktuell nicht mehr so in Form wie zu Beginn der Saison, aber noch stark genug um ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. Daher wäre ich mit einen Unentschieden eigentlich schon zufrieden. Ich tippe aber auf ein 1:0 für unseren SVS.
Allen Fürther Fans wünsche ich eine gute Anreise und eine schöne Zeit in Sandhausen. Vielleicht können wir beim Rückspiel nächstes Jahr im Mai dann gemeinsam feiern. Ihr den Aufstieg und wir den Klassenerhalt.

Eine gemeinsame Feier im Ronhof, da wird dir sicher kein Fürther widersprechen. Stefan, ich bedanke mich sehr für das Interview!

16. Spieltag | SpVgg Fürth – FC Energie Cottbus 1:0

Ja ja ja! Endlich mal wieder ein richtig dreckiger Sieg im Ronhof. Wie lang ich darauf gewartet hab! Endlich. Ist das toll. Ich glaube dass ich ab der 70 Minute nur noch mit einem Lächeln auf der Tribüne gestanden bin. Warum? Solche Siege sind auch mal schön. Davon hatten wir in den letzten zwei Jahren zu Hause einfach zuwenig. Oft genug lief es andersherum. Jetzt ist es passiert und es fühlt sich einfach gut an!

Ja, fussballerisch war das heute nicht so toll. Gerade die zweite Halbzeit. “Kampf und Grampf” sagte mein Nachbar treffend. Da waren viele Fehlpässe zu sehen, versaute Ballannahmen und von der ganzen Spielanlage hat es nicht so wirklich gepasst heut. Offensiv lief nach dem Tor nicht mehr viel zusammen. Aber gewonnen ist gewonnen! Solche Spiele gibt es einfach, und mal ganz ehrlich, viel besser haben sich die Bayern gestern gegen Braunschweig in der zweiten Halbzeit auch nicht angestellt. Da relativiert sich in meinen Augen doch einiges.

cotbus

Und ein paar positive Aspekte gab es ja auch. Wolfgang Hesl zum Beispiel hat heute wieder bewiesen dass er zu den besten Torhütern der Liga gehört. Daniel Brosinski ist gerannt wie ein Verrückter. Tim Sparv ist wieder da und hat wieder etwas Stabilität in das Defensive Mittelfeld gebracht. Und natürlich, ganz besonders hervorzuheben, Thomas Kleine. Heute zum ersten Mal in der Startelf (Korcsmár hat sich wohl beim Abschlusstraining am Fuß verletzt) und er hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht. Kurz vor der Halbzeit dann per Ellenbogencheck im Kopfballduell im Gesicht getroffen und mit Kopfverband zu Ende gespielt. Durch nichts unterzukriegen der Kerl!

Allgemein war die Verteidigungsleistung heute wirklich in Ordnung, denn so große Chancen hat sich Cottbus auch in der zweiten Halbzeit nicht erarbeitet. Offensiv, nun ja. Da gab es eben doch viele, teilweise haarsträubende, individuelle Fehler die es uns einfach nicht ermöglich haben einmal einen Angriff oder Konter zu Ende zu spielen. Aber so ist das eben nun Mal. Man muss auch konstatieren das unser Kader in der Breite eben nicht so gut ausgestattet ist und die Mannschaft sich mittlerweile ja praktisch selber aufstellt. Viel taktische Optionen hat Frank Kramer nicht und ob der viel geforderte Stürmerwechsel etwas gebracht hätte? Ich bin mir nicht sicher.

Ach ich weiß gar nicht was man da noch groß schreiben soll. Siege braucht man nicht zu verteidigen, oder? Noch ein Spiel und die Hinrunde ist um, und wir stehen jetzt gerade tatsächlich auf Platz zwei mit nur einem Punkt Abstand auf den Ersten. In der zweiten Bundesliga kann im Moment wirklich jeder jeden schlagen. Blöder Spruch, ich weiß, aber es ist tatsächlich so. Anders als in den letzten Jahren gibt es keine total dominierenden Mannschaften und keine klaren Absteiger. In dieser zweiten Liga wird am Ende der oben stehen der genau solche Spiele gewinnt.
Bei mir läuft im Hintergrund gerade “Such great heights” von “The Postal Service” und weil es so gut passt hier ein paar Zeilen aus dem Track:

They will see us waving from such great heights
“Come down now” they’ll say
But everything looks perfect from far away
“Come down now” but we’ll stay

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski (86. Zillner), Kleine, Mavraj, Gießelmann – Weilandt (76. Baba), Fürstner, Sparv, Stieber (90. Azemi), Trinks, – Füllkrug
Tore: Florian Trinks (5.)

15. Spieltag | TSV 1860 München – SpVgg Fürth 1:0

Länderspielpausen taugen doch zu gar nichts, zefix! Herrschaftszeiten. Die dritte Pause, die dritte Niederlage. Es ist einfach wie verhext. Mehr gibt es zum Spiel eigentlich nicht zu sagen. Zum Glück ist jetzt erst mal Schluss damit. Da doch lieber ein paar Worte zum Stadion in München. Ich war gestern zum ersten mal in der Allianz Arena und bin bis jetzt nur an der Autobahn daran vorbeigefahren. Schon da ist die beleuchtete Arena ein toller Anblick, aber wenn man des Nachts auf der Esplanade darauf zuläuft und sich dabei noch auf ein Fussballspiel freuen darf ist das Stadion wirklich sehr beeindruckend.

aa

Blaues Licht soll ja beruhigend wirken. Das kann ich seit gestern auf jeden Fall bestätigen. Um das Stadion herum herrscht entspannte Stimmung. Nicht mal Fantrennung gibt es. Sogar die Einlasskontrolle ist mit Rucksack (»da müsstert ich nur kurz mal reinschaun!«) und Spiegelreflex-Kamera (»was für ne Brennweite hams denn da?«) kein Problem. Wirklich toll. Die umstehenden Sechzger unterhalten sich über das Spiel vom Wochenende und schwanken zwischen Abscheu (»der Götze der charakterlose Kerl!«) und Bewunderung (»aber wies des wieder hinbekommen ham, gell?« ). Sehr nett.

Auch von innen ist die Allianz Arena beeindruckend. Aber bei den Spielen des TSV 1860 in der 2. Bundesliga lässt sich das Bild von einem vollen Stadion wohl nur erahnen. Der Oberrang war komplett gesperrt, Mittelrang und Unterrang in weiten Teilen nur spärlich besetzt. Nur die Fankurve der Sechzger hinter dem Tor war komplett besetzt. Wahrscheinlich hätte man auch den Mittelrang komplett dichtmachen können. Gut 15.500 Zuschauer waren gestern im Stadion, die hätte man auch im Ronhof untergebracht. Der ist, nebenbei mal bemerkt, wohl das komplette Gegenteil der Allianz Arena (Im Guten wie im Schlechten). Ansonsten hat der Innenraum gemischte Gefühle bei mir hinterlassen. Der Umgang hinter dem Block besteht hauptsächlich aus nackten Betonwänden. Keine Farben, keine Bemalung, keine Bilder, nichts. Und das an der Stelle wo sich normalerweise die Fankurve des FC Bayerns befindet! Dafür gibts ausreichend Toiletten und auch Essen & Trinken ist auch okay, wenn man mal von dem Mist mit der Arena Card absieht. Schade das man das Gästefans zumutet.

aa

So, nun doch noch ein paar Worte zum Spiel. Die Parameter für uns Fans: Saukalt. Keine “aktiven” Fans anwesend (warum und wieso steht hier). Immerhin stand im Nebenblock, recht alleine, ein Trommler der Sechzger mit dem sich ein paar Wechselgesänge anstimmen ließen. Parameter für unsere Spieler: Tim Sparv gesperrt. Für ist Ihn Fürstner im Spiel, ansonsten ist die Elf zum letzten Spiel unverändert. Die Länderspielpause hab ich ja schon angesprochen. Ansonsten wieder die hässlichen orangenen Trikots. Ich find die Sachen von Hummel ja wirklich toll, aber die Trikots gehen einfach gar nicht. Gegen Aue und auch jetzt gegen 1860 hätte man mit grünen Hosen und/oder Stutzen locker in Heimtrikots spielen können. Nächste Saison bitte berücksichtigen.

Ach ja, das Spiel. Zwei Worte langen eigentlich: Man-gel-hafte Spiel-er-öff-nung! Man hat einfach gemerkt das uns gestern Sparv und Sukalo gefehlt haben. Sowohl Fürstner als auch Trinks konnten keine entscheidenden Impulse nach vorne setzten. Die Auswechslung von Fürstner war dann wohl auch der Tatsache geschuldet das er akut gelb-rot gefährdet war. Für Ihn kam Kleine und Mavraj rückte auf die Sechs vor. Leider hat die SpVgg noch nicht ganz die Qualität des FC Bayern. Einfach mal wild Spieler Positionen tauschen lassen? Eine entscheidende Veränderung hat man nicht gemerkt. Auch gab es gestern leider wieder viele Fehlpässe und ärgerliche Ballverluste.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Man kennt das mit der jungen Mannschaft und so, aber verdammt nochmal, es stimmt ja wirklich. So ein Spiel kann und muss man der Mannschaft einfach zugestehen. Vorallem wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.

Ein paar Chancen gab es natürlich auch, aber Mudrinski und Füllkrug waren gestern ohne Glück. Insgesamt sind wir gestern einfach viel zu spät aufgewacht und selbst nach dem (dummen!) Gegentor nicht entscheidend offensiv geworden. Der TSV 1860 war gestern keine Mannschaft gegen die man verlieren muss, aber Sie haben gut verteidigt, im Mittelfeld oft die wichtigen Bälle erobert und ihren Chancen genutzt. So einfach gehts halt dann nun auch nicht für uns.

Sagte ich Chancen? Ja Chancen, denn ich dachte fast eine halbe Stunde lang das es 2:0 steht. Das das erste Tor Abseits war hab ich nicht mitbekommen. Ich weiß, es gibt nichts Peinlicheres als nicht zu wissen wie es steht. Aber ich war felsenfest davon überzeugt, es gab Jubel, Tormusik, und mit gesenktem Kopf meine ich einen Anstoß gesehen zu haben. Selbst der Anzeigetafel wollte ich nicht glauben. Und meinen Nachbar konnte ich natürlich nicht fragen…

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Korcsmár, Mavraj, Baba (69. Weilandt) – Stieber (81. Azemi), Fürstneryellow (40. Kleine), Trinksyellow, Gießelmann – Mudrinski, Füllkrugyellow
Tore: Keine

Links rum um die Spielvereinigung – 14.11.2013

1. Die SpVgg absolviert morgen abend ein Testpiel gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Karten gibts an der Tageskasse (Stehplatz 6€). Nicht dabei sind Thomas Pledl und Niclas Füllkrug (U-20 Nationalmannschaft), außerdem Tim Sparv, der mit der Finnischen Auswahl gegen Wales spielt.

2. Für die Rückrunde bietet die Spielvereinigung wieder Halbrunden-Dauerkarten an. Der Verkauf startet am 03. Dezember und geht bis Ende des Kalenderjahres. Mehr Informationen sowie Preise und Bestellmöglichkeiten findet man auf den Website der SpVgg.

3. Am 25.11. spielt das Kleeblatt auswärts gegen den TSV 1860 München. Wie in den Jahren zuvor werden die aktiven Fangruppen aus Block 12 nicht dabei sein. Grund sind einige unschöne Vorfälle mit der Münchner Polizei, die sich beim Pokalspiel gegen den FC Bayern am 10.02.2010 zugetragen haben.
Auf der Webseite von Block 12 gibt es zu der Thematik eine ausführliche Stellungsnahme.

4. Peter Enders, Chef des Versicherungskonzerns Ergo Direkt verlässt überraschend das an der Stadtgrenze ansässige Unternehmen. Für die SpVgg ist das insofern interessant weil Enders als eine der treibenden Kräfte hinter dem langjährigen Engagement des Konzerns als Hautsponsor beim Kleeblatt gilt. Seit 2002 (damals noch als KarstadtQuelle Versicherungen) ist die Werbung des Unternehmens auf unsere Trikots gedruckt. Der jetzige Vertrag mit Ergo Direkt läuft noch bis 2018.

5. Der Filmemacher Marc Litz hat sich zum Ziel gesetzt eine Dokumentation über “110 Jahre Kleeblatt” drehen. Um den Film auch mit aktuellen Material anreichern zu können begleitet er die Mannschaft seit gut einem Jahr bei Spielen, im Trainingslager oder bei anderen Anlässen. Auch die Fans sind aufgerufen Ihre Erlebnisse mit dem Kleeblatt in den Film einzubringen.
Marc Litz hat vor diesem Projekt bereits Filme über den 1. FCK und die Brose Baskets gedreht. Wir sind gespannt ob es der Dokumentation gelingt, das Flair von Fürth und der Spielvereinigung einzufangen.

6. Unsere U23-Mannschaft spielt am Samstag gegen die SpVgg Bayern Hof. Nach einer äußerst unglücklichen Niederlage gegen den FC Eintracht Bamberg im letzten Spiel muss in Hof nun wieder ein Sieg her. Trainer der Oberfranken ist übrigens Daniel Felgenhauer, der für das Kleeblatt insgesamt 223 Pflichtspiele absolviert hat.

7. Für alles was sonst so im Fussball passiert empfehle ich die tägliche #Link 11 von Fokus Fussball. Einen bessern Überblick über alle relevanten Themen kann man sich eigentlich nicht verschaffen. Gestern wurde das Ehmaligentreffen verlinkt – vielen Dank dafür!

Ehmaligentreffen – Was machen eigentlich die Abgänge?

Länderspielpause! Zeit genug den Blick zurück in das letzte Transferfenster zu werfen. Doch diesmal soll es nicht um die neuen Spieler gehen, sondern um diejenigen die uns in der Sommerpause verlassen haben. Wie lief es bei den Abgängen, gab es eine positive oder negative Entwicklung? Bankdrücker oder Startelf? Hat sich der Transfer für Spieler und Verein gelohnt oder wäre es besser gewesen den einen oder anderen Spieler zu halten? Gehen wir die lange Liste mal durch:

Daten und Fakten kommen von transfermarkt.de. Aufgelistet sind alle Spieler die im letzten Transfenster gewechselt haben und in der letzten Saison mindestens ein Pflichtspiel für die SpVgg absolviert haben. Jeder Spieler ist mit der (kolportierten) Ablösesumme sowie dem aufnehmenden Verein aufgeführt.

  • Edgar Prib (2.5 Mio, Hannover 96)
    Das Eddy in der Bundesliga seinen Weg machen wird war eigentlich klar, aber das er aus dem Stand heraus Stammspieler in Hannover werden würde, dass konnte man nicht so ohne weiteres erwarten. Wegen dem Verletzungspech von 96 praktisch schon auf jeder Position im Mittelfeld im Einsatz. Eddy hat seine Chance genutzt und dürfte bald zu einem profilierten Bundesligaspieler werden. Derbyheld halt. Wir wussten es ja schon immer.

  • Felix Klaus (1.1 Mio, SC Freiburg)
    War am Anfang der Saison noch verletzt, hat sich aber in den letzten Spielen dann in den Kader und die Startelf gekämpft. Den Nachbarn eins eingeschenkt, persönliches Saisonziel für die Hinrunde damit praktisch erreicht.

  • Johannes Geis (0.9 Mio, 1.FSV Mainz 05)
    Der zweite Derbyheld. Um Ihn tut es besonders weh, denn wenn es die Nichtberücksichtigung unter Büskens nicht gegeben hätte (egal wer nun daran schuld war) wäre eine Vertragsverlängerung durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. So spielt er jetzt halt in Mainz und – nicht verwunderlich – auch er mit großem Erfolg: In jedem Pflichtspiel bis jetzt im Einsatz, davon nur zweimal nicht in der Startelf und drei Torvorlagen. Läuft.

  • Max Grün (0.4 Mio, VfL Wolfsburg)
    Die Nummer 2 in Wolfsburg hinter Diego Benaglio. Noch ohne Einsatz in dieser Saison.

  • Thanos Petsos (0.25 Mio, SK Rapid Wien)
    Wohl die Überraschung. Sofort Stammspieler in Wien und dort immerhin 2. der Tabelle, mit Rapid auch erfolgreich in der Europaleague. Hat im Vergleich zur letzten Saison wohl einen großen Leistungssprung hingelegt. War der Transfer also ein Fehler? Meiner Meinung nach eine 50:50 Sache. Wäre er geblieben hätte man wohl auf Sparv oder Sukalo verzichten müssen. Da gefällt mir unser Defensives Mittelfeld eigentlich recht gut so wie es im Moment ist.

  • Heinrich Schmidtgal (ablösefrei, Fortuna Düsseldorf)
    Ach Schmiddi. Ihm trauere ich wirklich etwas nach. In der Bundesliga hat es nie wirklich zur Topform gereicht, auch weil er statt offensiv immer als Außenverteidiger ran musste. In der 2 Liga war das super, in der Bundesliga dann nicht mehr. Wechsel zu Fortuna bevor deren Abstieg feststeht. Verletzt, ausgerechnet gegen uns Fit und da dann gleich ein Tor vorbereitet. Nun wieder verletzt. Ach Schmiddi.

  • Bernd Nehrig (ablösefrei, FC St. Pauli)
    Auch bei Ihm hat der ganz große Knall in der Bundesliga einfach gefehlt. Schade das er gegangen ist, mochte Ihn und seine Art zu spielen eigentlich immer sehr. Wer heutzutage noch Copa Mundial trägt kann kein schlechter sein. Jetzt bei St. Pauli und ist da Stammspieler als Rechtsverteidiger. Er ist und bleibt einfach ein grundsolider Zweitliga-Kicker.

  • Christopher Nöthe (ablösefrei, FC St. Pauli)
    Ob er wohl sein Form aus der Aufstiegssaison wiederfindet? Zu wünschen wäre es Ihm auf jeden fall. Auch er wechselte nach Hamburg und kämpft dort um einen Stammplatz. Das scheint Ihm erstmal geglückt zu sein, in den letzten vier Partien stand er jedesmal in der Startelf. Bis jetzt zwei Vorlagen und ein Tor.

  • Sercan Sararer (ablösefrei, VfB Stuttgart)
    Für Ihne wäre wohl gegen Ende der Aufstiegssaison eine fette Ablöse zu haben gewesen. Bewusst entschied man sich von Vereinsseite dagegen. Aus heutiger Sicht wohl ein Fehler, den eine richtige Führungsrolle konnte er in der Bundesliga nicht einnehmen. Spielte aber auch nicht schlechter als der Rest der Mannschaft. Bisher nur Kurzeinsätze in Stuttgart. Soll sich aber langsam und stetig an die Mannschaft herrankämpfen so dass es vielleicht bald mal zu einem längeren Einsatz kommt.

  • Jung-Bin Park (Vertrag aufgelöst/Ende Leihe, Karlsruher SC)
    In der Vorbereitung hab ich Ihn recht positiv gesehen, deshalb hab ich mich über den Transfer gewundert. Stand in Karlsruhe aber nicht einmal im Kader, deswegen wohl die richtige Entscheidung. Wenn man bedenkt dass er in der Rückrunde quasi Stammspieler war wirft das schon ein bezeichnendes Licht auf unsere Bundsligasaison.

  • Djiby Fall (ablösefrei?, Randers FC)
    Seit Anfang Oktober verletzt. Bisher dreimal beim Dänischen Erstligsten eingewechselt worden. Schade, das war wohl einfach von Anfang an ein Missverständnis.

  • Gerald Asamoah (ablösefrei, FC Schalke 04 II)
    Kommt bei der zweiten Mannschaft von Schalke regelmäßig in der Regionalliga West zum Einsatz. Wurde sogar für die Champions-League gemeldet, das war aber wohl eher ein PR-Gag.

  • Milorad Pekovic (ablösefrei, FC Hansa Rostock)
    Spielt in der 3 Liga beim FC Hansa. Zu Beginn noch in der Startelf, dann einige Zeit lang nicht mehr im Kader. Bei seiner Rückkehr gleich mal mit gelb-rot vom Platz (innerhalb 7 Minuten). So kennt man Ihn.

  • Lasse Sobiech (Ende Leihe, Hamburger SV)
    Ihn zu halten war utopisch. Gleich im ersten Spiel der Saison ein Tor, dann wurde es für den HSV und Ihn selber etwas unruhig. Scheint sich nun aber wieder auf einen Stammplatz in der Innenverteidigung zurückgekämpft zu haben.
    Nachtrag: Profitiert zur Zeit auch vor allem davon, dass die Hamburger Abwehrreihe einige Verletzungssorgen plagen (Djourou und Diekmeier)

  • Matthias Zimmermann (Ende Leihe, SV Sandhausen)
    Auch er war in der Bundesliga-Rückrunde bei uns Stammspieler. Wurde dann nach Sandhausen ausgeliehen, insofern ein ähnlicher Fall wie Jung-Bin Park. Dort dann aber in der Startelf, verletzte sich aber nach vier Spielen schwer und kämpft sich nun wieder an die Mannschaft heran.

  • József Varga (Ende Leihe, FC Middlesbrough)
    Einer der in der Winterpause zur Leihe geholten Hoffnungsträger, die das Ruder nochmal rumreisen sollten, Auch er ohne Erfolg und sogar tragische Figur, als seine gelb-rote im Spiel gegen Düsseldorf das Ende von Mike Büskens einleiten sollte. Spielt jetzt in der zweiten Englischen Liga, dort regelmäßig in der Startelf.
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