29. Spieltag | FC Ingolstadt – SpVgg Fürth 0:0

Es sind die Spiele wie heute gegen Ingolstadt, die man um die Ohren genauen bekommt, wenn man sein Saisonziel nicht erreicht. Das Ziel der Spielvereinigung lautet nach der Englischen Woche ganz klar ‘Aufstieg’. Es war gut und richtig, diese Parole endlich auszugeben. An den Besucherzahlen heute konnte man deutlich sehen, dass die Fans den Weg nur zu gerne mitgehen möchten. Aber: Wenn man ein Ziel formuliert, muss man diesem auch selber gerecht werden. Das hat heute leider nicht geklappt. Ein Unentschieden in Ingolstadt ist zu wenig, und auch das Spiel selber gibt eine bessere Bewertung nicht her.

Es lässt sich wenig beschönigen heute. Wer aufsteigen will, darf die erste Hälfte nicht komplett verschlafen und sich so in die Defensive drängen lassen. Wer aufsteigen will, muss Möglichkeiten finden das gegnerische Pressing zu umgehen und darf am eigenen Strafraum keine Fehlpässe spielen. Wer aufsteigen will muss gegen den FC Ingolstadt mehr Zweikämpfe gewinnen und muss mal einen zweiten Ball zu einem Mitspieler bekommen.

Ja, die Zweite Halbzeit war besser. Viel besser. Aber leider nicht gut genug. Wenn man in die Bundesliga will, muss der Ball mal ein paar Stationen laufen können, ohne das der Gegner sofort wieder einen Fuß dazwischen bekommt. Wenn man in die Bundesliga will, muss man sich mehr Chancen herausspielen und vor dem Tor konsequenter agieren. Und vor allem: Wenn man in die Bundesliga will, muss in so einem Spiel der vermutlich entscheidende Elfmeter sitzen. Wenigstens im Nachschuss!

fcingolstadt

So und nun genug geärgert! Ach Jungs. Heute wäre die Chance gewesen sich etwas abzusetzen. Ich hätte es euch und uns so gegönnt! Aber sind wir ehrlich: Es ist nichts passiert, es ist nichts verloren. Neun Spiele in Folge unbesiegt, dass ist doch auch etwas. Das erste Spiel seit dem 15. Spieltag ohne Tor, dazu nun ingesamt 50 Punkte. Gebetsmühle: Das haben wir vor der Saison nicht erwarten können. Am besten schauen wir einfach gemeinsam auf das nächste Spiel. Erzgebirge Aue, daheim im Ronhof. In der Hinrunde haben wir gegen Aue in einem mitreißenden Spiel unsere kleine Negativserie beendet. Wir starten nun einfach eine positive Serie. Und am Ende davon steigen wir in die Bundesliga auf.

Noch ein paar Worte zum Stadion in Ingolstadt. Der “Audi-Sportpark” ist brandneu, fasst gut 15500 Zuschauer, und hat so auch alles, was man von einem modernen Zweitligastadion erwartet. Dazu: Das Bier Alkoholfrei, das Essen nichts Besonderes. Die verzerrte Stimme des Stadionsprechers und die Musikuntermalung erinnert an die Fahrgeschäfte auf der Kärwa. Ansonsten: Ein Stadion auf der grünen Wiese halt. Mit vielen Parkplätzen in der Nähe und einer Wendeschleife für Busse. Im Ronhof schmerzlich vermisst. Trotzdem möchte ich für nichts auf der Welt tauschen.

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmann – Fürstner, Šukalo – Pledl (87. Trinks), Stieberyellow (62. Baba), Djurdjic – Azemi (87. Drexleryellow)
Tore: Keine.

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