25. Spieltag | SpVgg Fürth – Union Berlin 1:1

Es bleibt spannend. Nach zwei – wenig glänzenden Siegen – trennt sich die Spielvereinigung heute Unentschieden von den “Eisernen” aus Berlin. Im Großen und Ganzen geht das Ergebnis so in Ordnung. Aus Fürther Sicht darf man sich freuen, dass wir einen Aufstiegskonkurrenten auf Distanz gehalten haben und dass sich die spielerische Leistung der Mannschaft im Gegensatz zu den letzten Spielen deutlich verbessert hat. Grundproblem ist und bleibt allerdings unsere mangelhafte Chancenverwertung bzw. das Offensivspiel vor dem Gegnerischen Tor – daran muss dringend gearbeitet werden für den Endspurt dieser Saison.

Union Berlin ist kein leichter Gegner, dass muss man in aller Deutlichkeit sagen. Auch wenn die SpVgg mehr Spielanteile hatten – ständig waren die Berliner gefährlich. Besonders das Umschaltspiel von Union war teilweise ein echtes Problem. So zum Beispiel in der 22. Minute, als die ganze Nordtribüne die Luft anhält wie Terrode alleine auf Hesl zuläuft. Zum Glück kommt Mavraj im letzten Moment noch an den Gegner ran. Das Spiel ist intensiv und sehr Zweikampfbetont, Schiedsrichter Florian Meier hat das Spiel im insgesamt aber im Griff. (Stephan Fürstner leider mit der fünften Gelben Karte).

Es geht hin und her, das Kleeblatt aber etwas besser und spielbestimmender als die Berliner. Leider gelingt Union der Führungstreffer. Ähnlich wie gegen Köln behindern sich zwei Fürther nach einem Freistoß gegenseitig. Sehr ärgerlich. Hoffnung für die zweite Halbzeit ist aber genug da, schließlich sind wir ja diese Saison schon so oft zurückgekommen. Trotzdem: Mit Toren aus dem Spiel tuen wir uns in letzter Zeit schon sehr schwer. Der Ausgleich fällt nämlich wieder nach einem Standard, nach einer Ecke genauer gesagt. Benedikt Röcker verlängert und am zweiten Pfosten lauert Ilir Azemi, ausgerechnet Azemi möchte man schon fast sagen. Tatsächlich sein erstes Tor als Profi im Ronhof. Ich freue mich wahnsinnig für Ihn.

Doch es bleibt beim 1:1, soviel vorweg. Die Spielvereinigung ist spielbestimmend (kein leichtes Unterfangen gegen Union) aber entscheidende Offensivaktionen gelingen nicht mehr. Trotzdem war ich doch recht zufrieden mit dem Auftritt unserer Mannschaft. Die Formkurve geht eindeutig wieder nach oben. Ich bin guter Dinge, dass wir gegen Dresden und Düsseldorf den 2. Platz verteidigen können. Leider fehlen uns für das nächste Spiel nun Fürstner und Mergim Mavraj, der kurz vor Ende noch die gelb-rote Karte kassiert hat, aus meiner Sicht heraus nicht wirklich berechtigt.

Hervorzuheben gibt es heute vor allem zwei Spieler: Zum einen Ilir Azemi, der wieder getroffen hat. Aber nicht nur sein Tor, sondern seine gesamte Spielweise war heute erste Sahne. Unermüdlich laufend und kämpfend hat Azemi plötzlich all jene Kritikpunkte entkräftet, die im in der Hinrunde noch zu Recht vorgeworfen worden sind. Er bewegt sich viel, ist torgefährlich und arbeitet gut nach hinten mit. Das schönste aber ist seine enorme Ballsicherheit und sein Zweikampfpotential – teilweise mussten die Berliner sogar drei (!) Mann bemühen um Ilir vom Ball zu trennen. Auch sein Passspiel hat sich verbessert. Für mich erstmal die ganz klare Nummer Eins im Sturm. Der zweite ist Thomas Pedl, den Frank Kramer im Spiel gegen den VfL gegen den zuletzt äußerst schwachen Baba tauschte. Richtig so! Auch gegen Union hat Pledl bewiesen, dass er Talent hat und die Außenbahn die bessere Position für Ihn ist. Noch gelingt nicht alles, aber die Ansätze sind vielversprechend. Bitte so weitermachen, dann dürfte Ihm der Stammplatz erstmal sicher sein.

Hesl – Brosinski, Mavrajyellow_red, Röcker, Gießelmann – Pledl (88. Weilandt), Fürstneryellow (77. Trinks), Sukalo, Stieber – Djurdjic, Azemi (88. Mudrinski)
Tore: 1:1 Azemi (56.)

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