16. Spieltag | SpVgg Fürth – FC Energie Cottbus 1:0

Ja ja ja! Endlich mal wieder ein richtig dreckiger Sieg im Ronhof. Wie lang ich darauf gewartet hab! Endlich. Ist das toll. Ich glaube dass ich ab der 70 Minute nur noch mit einem Lächeln auf der Tribüne gestanden bin. Warum? Solche Siege sind auch mal schön. Davon hatten wir in den letzten zwei Jahren zu Hause einfach zuwenig. Oft genug lief es andersherum. Jetzt ist es passiert und es fühlt sich einfach gut an!

Ja, fussballerisch war das heute nicht so toll. Gerade die zweite Halbzeit. “Kampf und Grampf” sagte mein Nachbar treffend. Da waren viele Fehlpässe zu sehen, versaute Ballannahmen und von der ganzen Spielanlage hat es nicht so wirklich gepasst heut. Offensiv lief nach dem Tor nicht mehr viel zusammen. Aber gewonnen ist gewonnen! Solche Spiele gibt es einfach, und mal ganz ehrlich, viel besser haben sich die Bayern gestern gegen Braunschweig in der zweiten Halbzeit auch nicht angestellt. Da relativiert sich in meinen Augen doch einiges.

cotbus

Und ein paar positive Aspekte gab es ja auch. Wolfgang Hesl zum Beispiel hat heute wieder bewiesen dass er zu den besten Torhütern der Liga gehört. Daniel Brosinski ist gerannt wie ein Verrückter. Tim Sparv ist wieder da und hat wieder etwas Stabilität in das Defensive Mittelfeld gebracht. Und natürlich, ganz besonders hervorzuheben, Thomas Kleine. Heute zum ersten Mal in der Startelf (Korcsmár hat sich wohl beim Abschlusstraining am Fuß verletzt) und er hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht. Kurz vor der Halbzeit dann per Ellenbogencheck im Kopfballduell im Gesicht getroffen und mit Kopfverband zu Ende gespielt. Durch nichts unterzukriegen der Kerl!

Allgemein war die Verteidigungsleistung heute wirklich in Ordnung, denn so große Chancen hat sich Cottbus auch in der zweiten Halbzeit nicht erarbeitet. Offensiv, nun ja. Da gab es eben doch viele, teilweise haarsträubende, individuelle Fehler die es uns einfach nicht ermöglich haben einmal einen Angriff oder Konter zu Ende zu spielen. Aber so ist das eben nun Mal. Man muss auch konstatieren das unser Kader in der Breite eben nicht so gut ausgestattet ist und die Mannschaft sich mittlerweile ja praktisch selber aufstellt. Viel taktische Optionen hat Frank Kramer nicht und ob der viel geforderte Stürmerwechsel etwas gebracht hätte? Ich bin mir nicht sicher.

Ach ich weiß gar nicht was man da noch groß schreiben soll. Siege braucht man nicht zu verteidigen, oder? Noch ein Spiel und die Hinrunde ist um, und wir stehen jetzt gerade tatsächlich auf Platz zwei mit nur einem Punkt Abstand auf den Ersten. In der zweiten Bundesliga kann im Moment wirklich jeder jeden schlagen. Blöder Spruch, ich weiß, aber es ist tatsächlich so. Anders als in den letzten Jahren gibt es keine total dominierenden Mannschaften und keine klaren Absteiger. In dieser zweiten Liga wird am Ende der oben stehen der genau solche Spiele gewinnt.
Bei mir läuft im Hintergrund gerade “Such great heights” von “The Postal Service” und weil es so gut passt hier ein paar Zeilen aus dem Track:

They will see us waving from such great heights
“Come down now” they’ll say
But everything looks perfect from far away
“Come down now” but we’ll stay

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski (86. Zillner), Kleine, Mavraj, Gießelmann – Weilandt (76. Baba), Fürstner, Sparv, Stieber (90. Azemi), Trinks, – Füllkrug
Tore: Florian Trinks (5.)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *